Umwelt
Veröffentlicht vor 3 Monate, 3 Wochen

Schädlinge im Haus: Das grosse Krabbeln

Käfer und Motten stehen auf keiner Gästeliste. Trotzdem tummeln sie sich fast überall. Auch ohne Chemie lassen sich die lästigen Eindringlinge vertreiben.

Auch diejenigen, die Haustiere nicht mögen, haben welche – ohne es zu wissen. Im Verborgenen leben viele Tierchen, zum Beispiel in Hohlräumen unter dem Fußboden oder in Schrankritzen. Oft sind es Schädlinge. Manche wie der Pelzkäfer und die Kleidermotte fliegen einfach durchs offene Fenster von draußen herein. Andere wie den Speckkäfer oder die Lebensmittelmotte schleppt der ahnungslose Wirt unfreiwillig mit dem Einkauf nach hause. Trockenes Tierfutter und getreidehaltige Vorräte lieben die Tierchen als Transportmittel ganz besonders. Unangenehm stoßen sie dem Menschen meist erst dann auf, wenn sich Larven am Müsli laben, der Lieblingspulli Lochfraß bekommt oder juckende Stiche am Körper nerven. Spätestens dann lassen sich die Plagegeister nicht mehr ignorieren.

Insektizide verpesten die Luft

Viele greifen in einer solchen Situation schnell zur chemischen Keule. Doch Insektensprays, Elektroverdampfer, Mottenpapier und ähnliche Vernichtungsmittel enthalten oft giftige Substanzen wie Organophosphate und Pyrethroide. Sie sollen den Schädlingen den Garaus machen, können aber auch dem Menschen schaden. Insektizide – für Insekten tödliche Stoffe – atmet der Mensch beim Versprühen leicht ein. Die Stoffe lagern sich auf Möbeln, Tapeten, Lebensmitteln ab. Auch aus Mottenpapier und Köderdosen gasen die Nervengifte peu à peu aus und verpesten oft monatelang die Luft. Gerade für Kinder und tierische Hausfreunde wie Kanarienvogel oder Meerschweinchen ist das riskant.

List und Tücke statt Giftspritze

Gesünder ist es, den Plagegeistern mit List und Tücke beizukommen. Das ist zwar mitunter mühsamer als der Griff zur Gift¬spritze, hat aber kaum Nebenwirkungen. Voraussetzung dafür ist Geduld, vor allem aber das Wissen um die Schwächen der Tierchen. In der Tabelle ist für 20 häufige Schädlinge aufgelistet, woran sie sich am liebsten laben und welche giftfreien Methoden Abhilfe schaffen. Hitze und Kälte sind besonders erfolgreiche Mittel. Frostige Temperaturen im Gefrierfach oder bullige 60 Grad Celsius im Backofen überleben Insekten und ihre Brut nicht lange. Und ein intensives Sonnenbad oder der 60-Grad-Waschgang bewahrt Textilien vor gefräßigen Insektenlarven.

Ein Weibchen, 250 000 Nachkommen

Wer bereits Schäden festgestellt hat, sollte beherzt eingreifen. Warum das wichtig ist, verdeutlicht die Fruchtbarkeit des Kornkäfers, der sich schon im alten Ägypten in Getreidespeichern tummelte. Ein einziges Kornkäferweibchen kann in einem Jahr drei Populationen hervorbringen. Das sind bis zu 250 000 Tierchen, die stolze 6 Kilogramm Getreide vertilgen. Breit macht sich diese Rüsselkäferart dort, wo ganze Getreidekörner lagern, auch in Privathaushalten.
Tipp: Wenn Sie Kornkäfer sichten, sollten Sie sie mit dem Staubsauger aufsaugen, zertreten oder brutal mit kochendem Wasser überbrühen. So können Sie auch andere Fieslinge einfach beseitigen, etwa die wesentlich häufigeren Speck- und Teppichkäfer. Entsorgen Sie Staubsaugerbeutel und befallene Vorräte sofort in die Mülltonne.

Schlupfwespen helfen

Ist dem Problem so nicht beizukommen, naht Hilfe aus der Natur in Gestalt nützlicher Tierchen, der Schlupfwespen. Aus klitzekleinen, auf Pappstreifen geklebten Eiern schlüpfen zuhause Wespen. Sie spüren die Schädlingseier, so etwa von Motten, treffsicher auf und legen dort selbst ihre Eier ab. Daraus erwachsen für Menschen harmlose, winzige Wespen, die die Brut einfach abtöten. Keine Bange, nach der Mottenplage droht keine Wespenplage. Ohne Futter stirbt der Nützling nach sechs Tagen. Je nach Schädlingsart helfen verschiedene Schlupfwespen. Trichogramma evanescens ist scharf auf Lebensmittelmotten. Lariophagus distinguendus spürt versteckte Käferlarven auf.

Schädling identifizieren

Deshalb ist es wichtig zu wissen, welches Tier sein Unwesen treibt. Auch um nötigenfalls doch einen professionellen Schädlingsbekämpfer anzuheuern, etwa bei Bettwanzen oder Kakerlaken. „Findet jemand eine Schabe, ist das die, die kein Versteck mehr gefunden hat, also Alarmstufe 1“, weiß Diplom-Biologin Sabine Prozell von der Biologischen Beratung in Berlin. Schaben können Krankheiten übertragen. Milde ist da fehl am Platz.

 

Aktuelle Meldungen

Aktuelle Meldungen
EANS-News: Identive Group Inc. / Identive ernennt David Wear zum Executive Vice President Finance
03.05.2012 - 22:03 Uhr |  Identive Group Inc. [Medienmappe]
Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der Emittent/Meldungsgeber verantwortlich. Führungswechsel Santa Ana und Ismaning, 3. Mai 2012 (euro adhoc) - Identive Group, Inc. (NASDAQ: INVE; Frankfurt: INV), ein ... Lesen Sie hier weiter...

QIAGEN übernimmt AmniSure International zum Aufbau seines Vor-Ort-Testportfolios
03.05.2012 - 22:00 Uhr |  Qiagen N.V. [Medienmappe]
Hilden (ots) - * QIAGEN erweitert sein Portfolio für die Vor-Ort-Testung um den einzigartigen AmniSure-Test zur Erkennung eines Blasensprungs, auf den in den USA bis zu 30 Prozent aller Schwangeren untersucht werden * Hohe Synergieeffekte ... Lesen Sie hier weiter...

Die Briten gegen den Rest, Kommentar zu den Verhandlungen der EU-Finanzminister über die europäische Banken-Kaptalrichtlinie, von Detlef Fechtner.
03.05.2012 - 20:55 Uhr |  Börsen-Zeitung [Medienmappe]
Frankfurt (ots) - Abends um neun, nach immerhin fast elf Stunden anstrengender Wortgefechte über systemische Puffer und volle Verlustteilnahme waren 27 EU-Finanzminister noch guten Willens - und wollten über die Umsetzung von Basel III ... Lesen Sie hier weiter...

Prohibition in Zügen ist keine Lösung / Leitartikel von Nikolaus Doll
03.05.2012 - 20:39 Uhr |  BERLINER MORGENPOST [Medienmappe]
Berlin (ots) - Stellen Sie sich vor, Sie sind auf dem Heimweg, von einem Spiel der Hertha, vom Baumblütenfest in Werder oder einfach nach einem harten Arbeitstag. Nun wollen Sie sich auf der Fahrt nach Hause ein Bier gönnen, und darum nehmen Sie die ... Lesen Sie hier weiter...

Prohibition in Zügen ist keine Lösung / Leitartikel von Nikolaus Doll
03.05.2012 - 20:39 Uhr |  BERLINER MORGENPOST [Medienmappe]
Berlin (ots) - Stellen Sie sich vor, Sie sind auf dem Heimweg, von einem Spiel der Hertha, vom Baumblütenfest in Werder oder einfach nach einem harten Arbeitstag. Nun wollen Sie sich auf der Fahrt nach Hause ein Bier gönnen, und darum nehmen Sie die ... Lesen Sie hier weiter...

Interbrand veröffentlicht die Best Swiss Brands 2012 / Nescafé ist wertvollste Marke der Schweiz; Roche und Novartis belegen die Plätze 2 und 3; Uhrenindustrie dominiert mit 16 Marken
03.05.2012 - 20:05 Uhr |  Interbrand [Medienmappe]
Zürich (ots) - Nescafé führt vor Roche und Novartis die Rangliste der 50 wertvollsten Schweizer Marken an. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Best Swiss Brands 2012", die Interbrand gemeinsam mit dem Schweizer Wirtschaftsmagazin BILANZ ... Lesen Sie hier weiter...

EANS-Adhoc: cash.life AG / Keine Dividende für das Geschäftsjahr 2011
03.05.2012 - 19:02 Uhr |  cash.life AG [Medienmappe]
Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich. 03.05.2012 Der Vorstand der cash.life hat heute entschieden, der Hauptversammlung ... Lesen Sie hier weiter...

Zhaga setzt Erfolgstour fort / Nach der Light+Building 2012 zeigen mehr als zehn Mitglieder weitere Zhaga-konforme LED-Produkte auf der Lightfair International
03.05.2012 - 18:01 Uhr |  Zhaga Consortium [Medienmappe]
Piscataway, NJ (ots) - "Unsere Spezifikationen verändern die LED-Lichtbranche wesentlich, indem Risiken und Kosten bei der Entwicklung von LED-Produkten verringert werden." Menno Treffers, Zhaga Generalsekretär, brachte es auf den Punkt - die ... Lesen Sie hier weiter...