Die Möbeltrends des Jahres

Die Möbel des Jahres sind raffiniert und anwenderfreundlich. Die Nutzer legen wieder mehr Wert auf Gemütlichkeit und Individualität. Die Verschmelzung der Wohnbereiche stellt einen weiteren Trend dar.
Im Schatten der Wirtschaftskrise zieht man sich ins Private zurück und sehnt sich nach einer beruhigenden Wohnlichkeit, die einen Gegenpol zur turbulenten Außenwelt darstellt. Möbelhersteller reagieren auf diesen Trend jetzt schon mit Modellen, die eine Wohlfühl-Atmosphäre ausstrahlen. Diese „neue Gemütlichkeit“ kommt allerdings moderner und raffi nierter daher. So ähneln Lounges jetzt einer Muschel und Liegen erinnern an eine Welle.

Wachsende Bedeutung wird dem Retro- und Romantikstil eingeräumt. Das heißt im Klartext, dass deutsche Wohnzimmer wieder mehr Charakter bekommen. Interessant: Der Shaggy Style. Hier werden antike Möbel aufbereitet, um die charmante Optik der Schmuckstücke zu erhalten.
Allgemein lässt sich sagen: Der Einrichter möchte seinen Wohnraum unverwechselbar einrichten. Für perfekte Individualität sorgen zum einen Module, die sich – je nach Wunsch – als rechts- oder linksschenkliges Sofa oder Eck-Couch planen lassen. Und zum anderen verkettbare Bausteine, die nach dem Domino-Prinzip funktionieren. Sie können sowohl vertikal als auch horizontal angeordnet werden und bieten optimale Gestaltungsfreiheit. Bei den Stoffen halten Rottöne Einzug, besonders Orange wird bedeutender in der Wohn- und Gartenmöbelauswahl. Aber auch Gelb und Rost oder andere Rotvariationen geben der Einrichtung eine lebendige Ausstrahlung. Die heiteren Töne haben Vorrang vor Braun.
Zusätzlich werden die Stoffe mit strukturierten Oberfl ächen interessanter gemacht. Rippenmuster, vom Feinrips bis zum Breitcord, reliefartige Floral- oder Grafi kdekore und erhabene Gefl echtstrukturen zieren viele Gewebe. Viele Dekors beziehen ihren Mustereffekt aus dem Matt- Glanz-Kontrast der selben Farbe.
Beim Baddesign zeichnet sich ein Trend ganz deutlich ab: Die Verschmelzung mit dem Schlafzimmer. Die beiden Wohnbereiche wachsen ähnlich wie Küche und Wohnzimmer zu einer Einheit zusammen. Hier werden verschiedene Funktionen und Ästhetiken einander angepasst. Die ansonsten unterschiedlichen Bereiche inspirieren sich quasi gegenseitig.

Bei Gartenmöbel sind Naturtöne wie Cappuccino und Mokka angesagt, diese werden mit knalligen Farben kombiniert. Als Trend sollte man hier die Farbe Orange nennen, welche lange unbeachtet blieb. Wie auch im Wohnraum wird hier die deutsche Gemütlichkeit groß geschrieben. Vertraute Formen statt schriller Experimente, Behaglichkeit statt Purismus. Altbekannte Freunde des Deutschen (wie die Gartenzwerge) halten wieder Einzug. Dies sollte jedoch nur in aufgepeppter Form passieren.
